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Newsletter Juli/August 2025

Erfahren Sie mehr über ein Treffen des IG Vorstandes mit dem ARE, Erläuterungen zur Stadtentwicklungsvorlage und zu den aktuellen Arbeiten rund ums Projekt Glattalbahn. Und mehr aus dem Vorstand und dem Steering Committee.


Informationen aus dem Vorstand


  • Auseinandersetzung mit Richtplan und Raumentwicklung

  • Treffen mit ARE

  • Anfragen für Grundstücke oder Industriehallen

  • Interesse Mitgliedschaft


Auseinandersetzung mit Richtplan und Raumentwicklung

An der Vorstandssitzung vom August haben wir definiert, dass wir uns vertieft mit dem Richtplan und der Raumentwicklung allgemein im Gebiet Kloten und Bassersdorf befassen wollen. Wir wollen verstehen, was die Beweggründe von Richtplan-Einträgen sind und welche Raumentwicklungsstrategien dahinterstehen. Wir haben dies zum Anlass genommen, einen Fragenkatalog zu erarbeiten, welchen wir mit dem ARE und nachgelagert allenfalls auch mit der Gemeinde Bassersdorf diskutieren wollen.


Treffen mit ARE

Am 26. August 2025 hat eine Delegation des IG Vorstandes die neue Amtschefin Sara Künzli und Julia Wienecke (Teamleiterin West) vom ARE getroffen. Neben dem Kennenlernen ging es der IG darum, unsere Rolle innerhalb der Transformation zu erklären und offene Fragen und auch «wo drückt der Schuh-Themen» zu platzieren und diese zu diskutieren. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Punkte des Gespräches.

  • Rolle des Kantons war bei diesem Projekt anders als sonst. ARE war stärker involviert als üblich, weil interessantes und wichtiges Gesamtprojekt für den Kanton Zürich. Das ARE hat mehrfach erwähnt, dass es sich beim Projekt Kloten auch für sie um ein Pilot-Projekt handelt, in welchem neue Leitlinien betreffend Verkehr umgesetzt werden sollen. Gleichzeitig sehen sie aufgrund unserer Rückfragen ein, dass gewisse Friktionspunkte wohl zu wenig beachtet wurden. Sie stehen aber der Gesamtlösung weiterhin positiv gegenüber und sehen sich aber auch in der Pflicht, Probleme dann zu lösen, wenn diese auftreten.

  • Der Glattalbahn-Prozess läuft via VBG und Bund ohne Rücksprache mit ARE.

  • Eine Weiterführung der Glattalbahn ab Bassersdorf macht aufgrund «fehlender» Klientel keinen Sinn und wurde daher aus dem Richtplan gestrichen.

  • Bei der im Richtplan vermerkten Schmalspurbahn zum Bahnhof Kloten (bis Zentrum Opfikon) geht es längerfristig um eine Zentrumsanbindung des Trams 14 als Verbindung.

  • Das ARE hat sich nach den Abstimmungsresultaten vom November 2024 mit den einzelnen Ämtern ausgetauscht und deren Planungen überprüft. Sie sind zum Schluss gekommen, dass die getroffenen Annahmen und Vorgaben so nach wie vor korrekt sind und funktionieren. Dabei richten sie sich an die gesetzlichen Vorgaben.

  • Die im Grossgebiet Kloten schon heute stark überlastete Verkehrssituation (MIV) ist nicht zufriedenstellend.

    • Welche konkreten Massnahmen ergreift das ARE, um den drohenden Verkehrskollaps nach der Umzonung zu verhindern?

      Bei der Planung geht das ARE grundsätzlich davon aus (Zielvorgabe), dass der MIV mittel- bis langfristig auf den öffentlichen Verkehr ausweicht, resp. transferiert wird. Und durch den Ausbau des ÖV dies auch gelingt.

      Dem ARE obliege aber auch eine Koordinationsfunktion. Und da das regionale Verkehrskonzept gerade in Überarbeitung sei, werde das ARE die geäusserten Bedenken in den Prozess einfliessen lassen.

    • Wurde eine Transportversorgung mit Bussen anstatt der Glattalbahn geprüft?

      Eine Bahn/Tram verfügt über viel höhere Kapazitäten und kann zudem auch Treiber einer Gebietsentwicklung sein – siehe Beispiel Limmattalbahn und deren Gebiet.

    • Der ehemalige Amtschef Wilhelm Natrup betonte stets, «dass ohne Umzonung keine Glattalbahn und ohne Glattbahn keine Umzonung». Welche Meinung vertritt die neue Amtschefin?

      Im Grundsatz verantwortet das ARE die Raumentwicklung im Kanton Zürich. Dies ist ein Masterplan, welcher eine mittel- bis langfristige Entwicklung ermöglichen soll. Ob diese Entwicklung parallel oder nacheinander stattfindet, ist grundsätzlich nicht relevant. Es geht um den finalen Gesamtzustand, welcher erreicht werden soll/muss.

 

Das ARE nimmt unsere aufgezeigten Friktionen ernst und wird diese, wann immer möglich in den entsprechenden Gremien ansprechen und diskutieren.

 

Wir haben den Austausch als sehr zielführend und offen empfunden und werden diesen in gegenseitigem Interesse punktuell weiterführen.


Interesse Mitgliedschaft

Seitens Crozier (Mieter:in auf Grundstück Loomis) ist noch keine finale Antwort zu einer möglichen Mitgliedschaft eingetroffen.


Anfragen für Grundstücke und Industriehallen

Immer wieder erreichen uns Anfragen von Investoren, welche auf der Suche nach Grundstücken und Industriehallen im Raume Kloten sind. Sollten Sie Interesse haben, mit diesen Investoren in Kontakt zu treten, so können wir Sie gerne mit den entsprechenden Personen vernetzen.



Informationen aus dem Steering Committee

(monatlicher Austausch zwischen Stadt Kloten, VBG und IG)


  • Erläuterung Stadtentwicklungsvorlagen

  • Wohnraumstrategie

  • Aktuelle Arbeiten rund ums Projekt Glattalbahnverlängerung

  • Musterstützmauer

  • Videoserie «Blickwinkel» der VBG


Erläuterung Stadtentwicklungsvorlagen

Der Stadtrat hat am 8.7.2025 entschieden, aufgrund der beiden am 24.11.2024 abgelehnten Stadtentwicklungsvorlagen und der durchgeführten Nachbefragung eine Partizipation mit der Bevölkerung zur Stadtentwicklung durchzuführen. Die Ergebnisse dienen der anschliessenden Überarbeitung der Vorlage zur Revision der Richtplanung und der beiden Vorlagen zur Teilrevision der Nutzungsplanung (Vorlage 1: IVHB und Vorlage 2: Steinacker). Der grobe Zeitplan sieht wie folgt aus:


 

Im Rahmen der anberaumten Partizipation finden drei Abend-Veranstaltungen für die Bevölkerung am 26. Januar, 30. März und 28. Mai 2026 statt. Die Veranstaltungen bauen aufeinander auf. Die ersten beiden sind Workshops und die dritte als Ergebnispräsentation angedacht. Im November und Dezember 2025 soll die Bevölkerung (inkl. Grundeigentümer:innen) entsprechend auf diese Veranstaltungen aufmerksam gemacht werden.

 

Die Grundeigentümer:innen im Gebiet Steinacker und die Mitglieder der beiden Abstimmungskomitees können ihre Sichtweisen an diesen drei Veranstaltungen selbstverständlich ebenfalls einbringen.

 

Das kantonale Gesamtprojekt zur Glattalbahn-Verlängerung befindet sich im politischen Prozess (Kantonsrat) und ist daher nicht Gegenstand der städtischen Partizipation. 


Wohnraumstrategie

Die Wohnraumstrategie für die Stadt Kloten wird durch eine Begleitgruppe mit Vertretern aus Stadtrat und Gemeinderat bis im Frühling 2026 erarbeitet. Die Wohnraumstrategie soll eine verbindliche Grundlage für eine langfristige, qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Wohnraumentwicklung in Kloten schaffen. Die Verankerung der Strategie erfolgt je nach Ausgestaltung über städtebauliche Verträge, als Beratungsvorlage oder durch Anpassungen der Bau- und Zonenordnung (BZO) und ggf. weiteren Instrumenten.


Aktuelle Arbeiten rund ums Projekt Glattalbahnverlängerung


Frage IG:

Gibt es News aus dem Kantonsrat zum Entscheid der Glattalbahnverlängerung? Wann ist deren Entscheid zu erwarten?

Antwort VBG:

Wie lange die Beratung in der oder den Kommissionen in Anspruch nimmt, ist nur schwer abzuschätzen. Die VBG geht von einer Behandlung im Kantonsrat Mitte 2026 aus. Der Entscheid des Kantonsrates unterliegt dem fakultativen Referendum.

 

Frage IG:

Im Artikel «Regierungsrat stoppt Bauprojekte» vom Tages-Anzeiger vom 29.8.25 wird beschrieben, dass viele Grossprojekte zurückgestellt werden. So auch die Stadtbahn von Kloten nach Bassersdorf.

  • Was bedeutet dieser Entscheid? Und welche zeitlichen Auswirkungen hat dieser?

  • Einen Einfluss auf die Glattalbahnverlängerung hat dieser Entscheid nicht – oder schon?

Antwort VBG:

Es ist richtig, dass die Glattalbahn von Kloten (Gebiet Steinacker) bis nach Bassersdorf zurückgestellt wurde; jedoch wird diese Rückstellung jährlich überprüft. Auf die Glattalbahnverlängerung vom Flughafen Zürich Fracht bis ins Gebiet Steinacker hat dieser Entscheid keinen Einfluss.

 

Frage IG:

Einspracheverhandlungen:

  • Im letzten Protokoll wurde erwähnt, dass «es gibt aber auch Fälle, wo die Positionen so weit auseinanderliegen, dass keine Einigung gefunden werden dürfte»…. Was passiert bei diesen Fällen genau?

  • Wie ist hier allgemein das weitere Vorgehen/Schritte resp. Timing?

Antwort VBG:

Die VBG erstellt in den Fällen, bei welchen keine oder eine Teileinigung erzielt werden konnte, eine Stellungnahme z.H. des Bundesamtes für Verkehr (BAV). Die Zuständigkeit zur Festlegung des weiteren Vorgehens je Fall liegt anschliessend beim BAV. Bei einigen Fällen ist die VBG in der Erstellung der Stellungnahmen, während die Mehrheit der Einsprachen noch in Bearbeitung sind.

Die Protokolle der Einspracheverhandlungen haben rechtlich keine Verbindlichkeit.

 

Frage IG:

Wie steht es um die Nachfolge von Guido Hirzel?

Antwort VBG:

Die Projektleitung wird ad Interim von Thomas Bleiker, Projektleiter Stv. der Glattalbahn-Verlängerung, übernommen. Er wird durch zwei Springer zu je 50 % unterstützt werden. Die Suche nach einem neuen Projektleiter läuft.

 

Musterstützmauer

Bei der Umsetzung der Glattalbahn ist eine rund ein Kilometer lange Stützmauer entlang der Glatttalbahn geplant. Im Oktober 2025 wird dazu eine Musterstützmauer (Mockup) nahe der Petersgasse erstellt, bei der unter anderem die Verträglichkeit von Vegetation sowie die Integration von Leitungen getestet werden kann.


Videoserie «Blickwinkel» der VBG

Wie bereits informiert zeigt die VBG mit der neuen Videoserie «Blickwinkel» auf Social Media die Menschen hinter der Glattalbahn-Verlängerung und gibt Einblicke in ihre Funktionen und Tätigkeiten. Klicken Sie hierzu auf die jeweilige Folge:

  • Folge 1: Thomas Bleiker, Projektleiter VBG

  • Folge 2: Jeremy Külling, Bauingenieur bei dsp Ingenieure + Planer AG - Eine Brücke als Lebenstraum

  • Folge 3: Annika Messmer, Projektleiterin Umweltplanung bei Basler & Hofmann - Damit die Natur ihren Platz behält

  • Folge 4: Chiara Carnemolla, Projektleiterin Tiefbau bei B + S Ingenieure und Planer – Im Dickicht der

  • Folge 5: Fabian Maillard, Teamleiter Nahverkehr bei Furrer+Frey – Unter Spannung


Ausblick

Der Regierungsrat hat am 10. Juli 2025 entschieden, dem Kantonsrat einen Kreditantrag für die Glattalbahnverlängerung zu unterbreiten. Die Kantonsratsdebatten dauern nun wiederum bis Mitte Jahr 2026. Zeit auch für die Stadt Kloten, die Überarbeitung der Teilrevision der BZO sorgfältig anzugehen und offene Sachverhalte in den neuen Prozess einzubinden. Seitens IG beobachten wir diese Prozesse gespannt und werden uns weiterhin für eine sachdienliche und für alle verträgliche Umsetzung einbringen.


Fragen der Mitglieder

Weiterhin gilt: haben Sie offene Punkte, Rückfragen oder Wünsche an die IG? Dann richten Sie diese am besten per Mail an den IG-Präsidenten Daniel Oeschger (daniel_oeschger@bluewin.ch) oder an ein Vorstandsmitglied. Wir beantworten diese dann gerne jeweils im kommenden Newsletter schriftlich.

 

Daniel Oeschger, Präsident IG Steinacker

079 227 28 27

 

8. Juli 2025

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