IG Steinacker: die ersten 140 Tage

Aktualisiert: 15. Juni 2020

Joris Van Wezemael und Men Keller


Es entspricht einer Tradition, dass gewählte Gremien oder junge Organisationen nach einer ersten Periode zurückschauen, Position beziehen und Rechenschaft ablegen. Wir tun dies heute – genau 140 Tage nach der Gründung der IG am 23. Januar 2020.

Das Wesentliche vorweg. Keine vier Monate nach ihrer Gründung hat die IG Steinacker eine Position erwirkt, von der aus sie erheblichen Einfluss auf alle Entscheidungen im Rahmen der Transformation des Steinackers ausübt. Dies betrifft die Glattalbahn, welche die grundlegenden Fragen zur Ausgestaltung und dem Platzbedarf der Bahn gemeinsam mit der IG von Grund auf neu entwickelt. Es betrifft aber auch die Stadt Kloten, welche die Prinzipien für die zukünftige Entwicklung von Gewerbe-, Wohn- und Mischbauten im Stadtteil Steinacker von Anbeginn gemeinsam mit der IG erarbeitet.


Diese Augenhöhe mit der VBG und der Stadt und die gezielte Einflussnahme im Sinne der Grundeigentümer*innen war der Kernauftrag, den der Vorstand an der Gründungsversammlung entgegengenommen hat. Auf folgende Aktivitäten möchten wir kurz eingehen:


- Beim Einarbeiten in die teils äusserst komplizierten Fragestellungen rund um die Projektierung der Glattalbahn oder das Vorhaben der Umzonung haben wir unsere Erkenntnisse in eine Wissens- und Transparenzoffensive umgewandelt. Wissen Sie, wer für die Umzonung verantwortlich ist und wer für die Glattalbahn? Oder dass der Hochwasserschutz im Rahmen des Eisenbahngesetzes projektiert wird? Wesentliche Grundlagen für unsere Mitglieder, Übersichten zu den Planungs- und Projektierungsprozessen, aber auch die Einsprachemöglichkeiten und die Zeitfenster dazu finden Sie auf www.steinacker.info .


- Wir haben ein Steering Committee mit der Stadt Kloten und den VBG institutionalisiert. Einmal im Monat informieren sich alle Parteien gegenseitig über ihre Tätigkeiten. Dabei platzieren wir Handlungsbedarf, stellen Forderungen, definieren Initiativen. Es wird nichts ohne uns Grundeigentümer*innen entschieden!


- «Melden Sie sich bei mir!» - Es bleiben immer spezifische Fragen offen – und die IG kann hier unterstützend helfen, jedoch können wir nicht alle Probleme einzelner Grundstücke lösen. Bei Unklarheiten im Zusammenhang mit dem Bahnprojekt stehen Ihnen die verantwortlichen Personen direkt Rede und Antwort. Guido Hirzel (Projektleiter der VBG) hat uns im Rahmen der Steering Committee Sitzungen explizit darum gebeten, seine Kontaktdaten im Steinacker zu streuen. Sie erreichen Ihn – ausser mittwochs - jederzeit unter Tel. +41 44 809 56 23 oder per Email: guido.hirzel@vbg.ch. Nutzen Sie diese Möglichkeit und fragen Sie nach!


- Unser Mitgliederbestand liegt bei 20 Grundeigentümer*innen. Und laufend stossen neue dazu! Auch wenn im Vorstand die «fortführungsorientierten» Grundeigentümer*innen in der Mehrheit sind, so weiss die IG damit fair umzugehen und sich für alle Mitglieder gleichermassen einzusetzen. Die IG fordert von Stadt und VBG ohne Kompromisse ein, dass die Transformation nicht zu Lasten der ansässigen Betriebe geht, und dass gleichzeitig eine substanzielle Entwicklung von Gewerbe und neu auch Wohnen ermöglicht wird.


- Wir definieren die Spielregeln gemeinsam. Die IG entwickelt die Entwicklungsprinzipien Steinacker gemeinsam mit der Stadt und sichert so die Interessen aller Grundeigentümer*innen. Die Vorarbeiten zu diesem Prozess fanden unter Mitwirkung des Geschäftsführers der IG statt. Der eigentliche Prozess, bei dem Heinz Eberhard, Daniel Oeschger und Joris Van Wezemael die IG vertreten, startet noch diesen Monat.


- Welche Bahn fährt durch den Steinacker? Auf Basis unserer Gespräche im Rahmen des Steering Committee haben die Verkehrsbetriebe Glattal VBG einen Prozess ins Leben gerufen, welcher der gemeinsamen Definition der Ausgestaltung der Glattalbahn dient. Begleitet wird dieser Prozess von Maya Koehne, Hansjörg Hofmann und Joris Van Wezemael von der IG.


- Alle sind gefragt! In Arbeitsgruppen werden die Grundeigentümerschaften im Steinacker direkt eingebunden. In drei Gruppen erarbeiten die «Entwicklungsorientierten», die «Fortführungsorientierten» und die «Unentschlossenen» am 25. Juni Kernfragen und Forderungen, die am 2. Juli direkt von der Stadt Kloten und VGB beantwortet werden. Und letztlich in den Planungsprozess einfliessen werden.


- In einer Online-Umfrage Ende Juni erheben wir Informationen, die ganz zentral sind für die Arbeit der IG. Dabei werden die Bedürfnisse der Grundeigentümer*innen, deren Haltung zu zentralen Aspekten der Transformation sowie wichtige Informationen, die uns noch fehlen, abgefragt.


Haben Sie Fragen zu den Prozessen und Inhalten oder Anregungen an die IG? Dann gilt auch hier: kontaktieren Sie uns!


Men Keller: men.keller@lagerhaus-areal.ch

Joris Van Wezemael: joris.vanwezemael@ivoag.ch



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