Die Streckengestaltung der Glattalbahn wird von Grund auf neu überdacht

Aktualisiert: 26. Nov 2020

Von Men Keller und Joris Van Wezemael


Mit einem Mediationsverfahren haben die Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) auf teils heftige Kritik gegenüber dem abgeschlossenen Vorprojekt zur Verlängerung der Glattalbahn seitens der Grundeigentümerschaften im Steinackerquartier reagiert.


Mit der IG Steinacker und der Stadt Kloten wurde in einem Workshopverfahren erfolgreich eine Trassierungsvariante der Glattalbahn im Gebiet Steinacker bestimmt, 

welche von allen möglichen Varianten, die mit Blick auf die Gewerbenutzung verträglichste ist und gleichzeitig die anvisierte Mischnutzung mit Blick auf städtebauliche Qualitäten unterstützt. Seitens IG waren Hansjörg Hofmann und Maya Koehne vom Vorstand sowie der Geschäftsleiter Joris Van Wezemael beteiligt.

Die Lösung ist ein Mischverkehr auf der Steinackerstrasse


Die Teilnehmenden des Workshopverfahrens empfehlen einstimmig den «Mischverkehr» für die gesamte Steinackerstrasse. Mischverkehr kennen wir aus innenstädtischen Situationen: Die Tram teilt eine Fahrbahn mit den anderen Verkehrsteilnehmenden. Es wird also was die Breite betrifft auf ein eigenes Trassee verzichtet. Genauso wichtig ist auch, dass die Strassenbahn durchwegs «ebenerdig» fährt, also keinen Sockel im Strassenprofil verlangt. Mit dieser Lösung ist eine flexible Nutzung der Strasse im Sinne einer Zufahrt mit LKW auf die Grundstücke im Vergleich zum Vorprojekt deutlich verbessert.


Diese Trassierung soll nun von der VBG zur Ausarbeitung des Bau-/Auflageprojektes verwendet werden. Die Detailausgestaltung dieser Variante wird gemäss Projektierungsvorgaben der Stadt Kloten und der Verkehrsbetriebe Glattal im Rahmen des Bau-/Auflageprojektes erarbeitet. Planungsseitig werden die kritischen Punkte bezüglich Arealerschliessung nochmals vertieft angeschaut, und zwar unter Einbezug der betroffenen Grundeigentümerschaften.

Die Glattalbahn ist nun gefordert


Die Glattalbahn ist nun gefordert und muss diese substanzielle Änderung ihres Bahnprojekts bei ihrer Auftraggeberin, dem ZVV, «verkaufen». Die Lösung ist also noch nicht abgesegnet. Sollte sich aufgrund von Abklärungen die Trassierung «Mischverkehr» als nicht umsetzbar herausstellen, haben sich die Teilnehmenden des Workshopverfahrens dazu bereit erklärt, weiterhin im Gespräch Lösungen zu suchen.


Die in diesem Blog kommunizierten Inhalte wurden in einer Absichtserklärung festgehalten. Die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung durch die IG Steinacker schränkt die Wahrnehmung von Einzelinteressen von Grundeigentümerschaften im Steinackergebiet indes nicht ein.